Historie

1960er Jahre

1. Juli 1961: Bisher letztes großes Heimatfest mit den „Pfälzern vom Niederrhein“, in einem Zelt, neben der Turnhalle, in Rheinböllen. Die Sonne brennt vom Himmel, und im Zelt ist eine fast unerträgliche Hitze. Besonders zu schaffen macht die Hitze einer kleinen Gruppe von Laienspielern, die da in einer Ecke des Zeltes stehen, die man nicht einsehen kann und auf ihren Auftritt warten. Luise Lauff, Wiltrud Daniel, Ulrike Wagner, Herbert Bondkowsky, Gerhard und Manfred Plenz, Arno Lang, Heinz Baumgarten, Toni Ketzer, Helmut Christmann. Sie haben ein speziell für diesen Tag von Karl Windhäuser geschriebenes Theaterstück, mit dem Titel „AN DEN WASSERN ZU BABEL“ in wochenlangen abendlichen, manchmal auch nächtlichen Proben eingeübt. Es handelt sich um die Auswanderung der Hunsrücker, die eigentlich nach Amerika wollten, vor rund 250 Jahren, die aber in der Gocher Heide „hängengeblieben“ sind. Regisseur, Spielleiter, Techniker, Maskenbildner, Spieler, kurz: alles in einem, Herbert Bondkowsky, muss nur noch seine Spieler zurechtmachen. Für die Rolle eines verletzten holländischen Deserteurs, der erhebliche Wunden hat, hat er aus der Metzgerei in einem Fläschchen frisches Rinderblut (BSE war damals noch ein Fremdwort) mitgebracht, das er dem Darsteller, Manfred Plenz, nun über sein zerfetztes Hemd gießt, auch Manfreds Kopf wird noch mit Blut präpariert. 

Nun sieht er täuschend echt aus.
Aber wir hatten alle nicht mit der Hitze gerechnet. Noch nie hat uns ein Mitspieler so gestunken, wie der holländische Deserteur am 1. Juli 1961 !
Am 10. Juli 1961 wurden Zwillinge geboren. Vater war Arno Lang, einer unserer Spieler aus „Den Wassern zu Babel“. Und da sich das Ensemble sowieso noch mal treffen wollte, war klar, dass „einer ausgegeben“ werden musste. So kam man in der Wohnung Bahnhofstraße 29 zusammen und feierte. Alle waren in bester Laune, und der Theatererfolg war noch nicht vergessen, wurde in der Erinnerung euphorisch noch größer gemacht, bis man auf die Idee kam, eine feste Theatergruppe zu gründen.
Nun, und so geschah es dann, dass an einem Donnerstag, dem 13. Juli 1961, um 22.05 Uhr acht Leute ein eiligst gemaltes „Dokument“ unterzeichneten, womit „die erste reine Theatergruppe auf dem Hunsrück“ gegründet wurde. Sechs weitere Leute beteiligten sich noch in derselben Woche an der Gründung.
Mangels einer Bühne einerseits, aber auch jeglicher „Vereinserfahrung“ andererseits, bat man um Aufnahme als in Spielauswahl und –ausführung selbständige Abteilung im Turn- & Sportverein 1899 Rheinböllen e.V., wo man uns ab Herbst 1961 als fünfte Abteilung nach Turnen, Fußball, Leichtathletik und Tischtennis führte.
Bis 1964 leitete Herbert Bondkowsky die Theatergruppe, die sich ab 1963 selbst den Namen -studio 61- in der charakteristischen Schreib-weise mit den zwei Strichen und dem kleinen „s“ gegeben hat. Bis ins letzte Drittel der 70er Jahre ist Herbert unser Bühnenbildner und darüber hinaus bis heute ein guter Freund unserer Gruppe geblieben, den wir damals gern liebevoll unseren „Boss“ nannten. Ab 1964 bis August 1999 wurde das –studio 61- 35 Jahre lang von Arno Lang geleitet, der es dann an seinen Sohn Ingo übergab.
Irgendwann in den ersten 3 Jahren haben wir uns eine feste Fassung der Ziele unserer Gruppe gegeben, deren wichtigster Punkt besagt, dass man unter Berücksichtigung des hiesigen Lebensraumes möglichst gutes Amateurtheater machen will, mit dem man zwar hie und da Anregungen geben, nicht aber die Welt verändern kann. Wir nennen das „Gebrauchstheater“. Ferner wollte man für das Theater bei Spielern und Publikum werben und einerseits gelegentlich Gastspiele geben, anderer-seits Aufführungen anderer Gruppen bei uns unterstützen.
Mit Übernahme der Ausrichtung des vom Kreisjugendring veranlassten „Werkwochenende Laienspiel“, 1967, war der erste Schritt für die späteren „intern. Hunsrücker Theatertage Rheinböllen“ getan. Die Gruppe hat mit dankens-werter finanzieller Unterstützung vor allem der Gemeindeverwaltung Rheinböllen und später des Bund Deutscher Amateur-Theater (BDAT), aber auch vieler Spender, des Landes Rheinland-Pfalz und des Rhein-Hunsrück-Kreises bis 1980 sieben große Theatertreffen veranstaltet, die Gruppe und „Austragungsort“ in vorteilhafter Weise in der Bundesrepublik und dem benachbarten Ausland bekannt gemacht haben und an denen 57 Gruppen aus 50 Orten in 7 Ländern teilnahmen. Der Rundfunk berichtete erstmals „live“ aus Rheinböllen, das Fernsehen brachte Berichte, Minister und berühmte Schauspieler waren zu Gast.
Sicherlich sehr wichtig für die Entwicklung des –studio 61- waren unsere ersten Kontakte zum Bund Deutscher Amateurtheater, wo wir seit 1972 Mitglied sind. Der Leiter der Gruppe war 1974 Mitbegründer des „Landesverband Amateurtheater Rheinland-Pfalz e.V.“ und später 11 Jahre lang im Vorstand und 1. Vorsitzender dieses Verbandes, durch den vor allem eine Unmenge nützlicher Kontakte geschaffen und Fachkurse und Lehrgänge besucht werden konnten. Die Gruppe stellte zeitweilig vier Vorstands-mitglieder.

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